Noch ein letztes Mal in diesem Jahr wollen wir euch mit aktuellen Informationen versorgen. Der nächste Newsletter erscheint im Januar.
Das saw-Team wünscht euch ein ein frohes Fest, erholsame Feiertage und einen guten Start für 2010. Wir möchten uns für euer Engagement für students at work bedanken und freuen uns darauf, auch im nächsten Jahr mit euch zusammenzuarbeiten.
Es grüßen euch
Sabrina Klaus-Schelletter, Andreas Schackert, Janis Klusmann, Kolja Fuchslocher, Sören Becker
Bildungsgipfel am 16.12.2009 - Das Wunder vom Kanzleramt
Anlässlich des Bildungsgipfels inszenierte die DGB-Jugend eine Pressekonferenz mit der Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Bildungsministerin Annette Schavan vor dem Kanzleramt. Doch wer genauer hinschaute, konnte erkennen, dass die Gesichter Attrappen waren und das Publikum nicht überwiegend aus Reporter/-Innen bestand, sondern aus Protestierenden....
Mehr dazu sowie die gesamte Pressekonferenz findet sich hier.
Kulturminister/-innen-Konferenz (KMK) beschließt Korrektur der Bachelor-Master-Studienstruktur
Am 10. Dezember tagte die KMK und beschloss in Angesicht des Bildungsstreikes eine Korrektur der Bachelor-Master-Studienstruktur. Auf ihrer Homepage informiert die KMK über die "Ländergemeinsamen Strukturvorgaben für die Akkreditierung von Bachelor- und Master-Studiengängen" sowie die "Rahmenvorgaben für die Einführung von Leistungspunktsystemen und die Modularisierung".
Der Übergang vom Bachelor zum Master ist darin weiterhin kein großes Thema. Dafür sollen die Struktur- und Rahmenvorgaben flexibler gestalten werden, so dass an etlichen Stellen Ausnahmen von der Regel zugelassen werden. Kürzere und längere Regelstudienzeiten als die vorgegebenen sechs bis acht Semester (Bachelor), zwei bis vier Semester (Master) bzw. zehn Semester insgesamt (konsekutive Studiengänge), weniger als 300 ECTS-Punkte für den Masterabschluss, Zugang zum Master ohne ersten Hochschulabschluss usw. sind künftig möglich. Neu ist, dass Module einen Mindestumfang von sechs ECTS-Punkten haben sollen und mit nur einer Prüfung abgeschlossen werden sollen. Gewerkschaften und studentischer Dachverband fzs bezweifeln weiterhin, ob die Studienreform dadurch transparenter und berechenbarer wird.
Die Gestaltung der einzelnen Studiengänge liegt im Verantwortungsbereich der Hochschulen. Nun liegt es an ihnen, die Studiengänge zusammen mit den Studierenden entsprechend umzugestalten und die Studierbarkeit zu gewährleisten. Wo konkrete Probleme in der Umsetzung des Bologna Prozesses liegen und Handlungsbedarf besteht, kann unter anderem hier, hier und hier recherchiert werden.
Studieren mit Kind(ern) - saw-Team lehnt Betreuungsgeld ab
Aus der Sicht studierender Eltern ist das derzeit von der Regierungskoalition diskutierte Betreungsgeldmodell abzulehnen.
Ein nennenswerter Teil der Studierenden gründet während des Studiums eine eigene Elternschaft. An vielen Hochschulen wurden Initiativen mit dem Ziel gestartet, Studium und Elternschaft vereinbaren zu können. Gute Kinderbetreuung bildet hierfür eine relevante Grundlage.
Das Betreuungsgeldmodell zielt in eine andere Richtung: Das Zuhause bleiben soll belohnt werden. Für studierende Eltern bedeutet dies zukünftig, sich zwischen Studium und Betreuungsgeld entscheiden zu müssen. Und auch die politisch Verantwortlichen vor Ort können mit dem Betreuungsgeld versuchen, sich aus der Verantwortung zu stehlen, gute Kinderbetreuungseinrichtungen zu schaffen und die Studiengänge kompatibel für studierende Eltern zu gestalten.
Neue Minijob Richtlinien
Die Minijob-Zentrale hat neue Geringfügigkeits-Richtlinien veröffentlicht. In diesem Rundschreiben finden sich die detaillierten Regelungen zu gerinfügiger und kurzfristiger Beschäftigung. Die Geringfügigkeits-Richtlinien in der Fassung vom 24. August 2006 werden durch die neuen Richtlinien vom 14.Oktober 2009 abgelöst.
Die Minijob-Zentrale ist für die Erfassung sämtlicher geringfügiger Beschäftigungsverhältnisse zuständig. Alle Arbeitgeber/-Innen müssen ihre geringfügig Beschäftigten bei der Minijob-Zentrale anmelden und die Sozialversicherungsabgaben an sie abführen. Die Homepage der Minijob-Zentrale ist äußerst informativ und bietet im Download-Center einige sehr relevante Broschüren für den Beratungsalltag an
Weitere Informationen zu den neuen Geringfügigkeits-Richtlinien befinden sich hier und das Rundschreiben hier.
Anabin
Wer schon immer mal wissen wollte, welcher Hochschulabschluss in Deutschland anerkannt wird, findet hier ein weltweites Verzeichnis über Hochschulabschlüsse und deren Anerkennung in Deutschland. Diese Datenbank ist nicht nur interessant für Studierende, die einen Hochschulabschluss außerhalb Deutschlands erringen wollen, sondern vor Allem von Bedeutung für Studienbewerber/-innen aus dem Ausland. Sie erfahren hier, ob ihr Abschlüsse Chancen auf Anerkennung in Deutschland finden.
Alles weitere hier.
Elena
Das neue elektronische Sozialversicherungsmelde- und -Erfassungssystem mit dem Namen Elena nimmt gestalt an und startet zum 01. Januar 2010. Elena steht für elektronischer Entgeltnachweis. Die Teilnahme wird für alle Arbeitgebenden vom 01. Januar 2011 an zur Pflicht. Das heißt, das zukünftige alle Arbeitnehmenden bei Elena angemeldet werden müssen. Der Web-Auftritt und weitere Informationen zum Elena-Verfahren befinden sich hier.
Damit wird eine Behörde geschaffen, in der alle Sozialversicherungsdaten zusammenlaufen: Die Sozialversicherungsbeiträge von Arbeitnehmenden werde ebenso erfasst wie bspw. Anträge auf Wohngeld, Arbeitslosengeld I und II etc. Auf der einen Seite sollen damit Antragsverfahren beschleunigt werden, Sozialleistungsmißbrauch und Schwarzarbeit effektiver bekämpft sowie Bürokratie abgebaut werden. Auf der anderen Seite entsteht eine Mammutdatenbak, in der sämtliche Sozialdaten zentral erfasst und ab 01. Januar 2012 für Behörden abrufbar werden.
Nun ist herausgekommen, dass weitaus mehr Daten erfasst werden: auch Streikaktivitäten, Fehlzeiten im Betrieb und sogar Abmahnungen sollen darin gespeichert werden. Mehr Informationen dazu sind hier, hier und hier.
Praktikumskampagne
Die in Sachsen über den Stura Dresden anrollende Praktikumskampagne wurde auf dem saw-Netzwerktreffen in Hamburg Anfang November vorgestellt. Bundesweistes Ziel ist eine rechtlich verbindliche Definition des Begriffes "Praktikum" inkl. Abgrenzung zu anderen Formen des Arbeitnehmertums sowie die Etablierung eines Anspruches auf Bezahlung. Das Ziel auf Landes- bzw. -Hochschuleben ist die Schaffung von verbindlichen Kritieren für Studiumspraktika (Art, Dauer, Inhalt). Für das erstgenannte Ziel ist eine Bundestagspetition geplant.
Die Materiallien sowie weitere Informationen über die Praktikumskampagne aus Dresden können ab sofort hier im Intranet abgerufen werden. Die Homepage der Kampagne ist hier.
Termine im Januar und Februar
29.- 31.01.2010, IG Metall Bildungsstätte Bad Orb: Seminar "Studium und Beruf - Hindernisse gekonnt meistern" (IG-Metall)
06.-08.02.2010, Würzburg: Seminar "Von A wie Arbeitserlaubins bis Z wie Zulassung - Zur Beratung ausländischer Studierender" (GEW)
11.02.2010, WABCO GmbH Hannover: Praxistagung "Studierende im Betrieb" (IG-Metall)
Newsletterempfehlung
in unregelmäßigen Abständen werden wir euch zukünftig auf informative Newsletter hinweisen.
Heute: Der GEW-Newsletter Hochschule und Forschung
Diesen Newsletter möchten wir euch ans Herz legen, da dieser aktuell über Geschehnisse, Hintergrundinformationen und die gewerkschaftliche Position der GEW im hochschulpolitischen Bereich informiert. Gerade in Zeiten des Bildungsstreikes ist dieser ein sehr informatives Medium. Weitere Informationen befinden sich hier. Der Newsletter kann hier abboniert werden.
Dies ist der Newsletter der DGB-Jugend im DGB Bundesvorstand zum Thema Studium. Er erscheint ca. 2-mal im Monat und informiert über aktuelle hochschul- und sozialpolitische Themen, Termine und Ereignisse sowie entsprechende Seminare und Workshops.
Um den Newsletter zu abonnieren oder das Abonnement zu kündigen, so ist das hier möglich. Die Redaktion ist unter studienjob@dgb.de zu erreichen. ViSdP ist René Rudolf, DGB-Jugend im DGB Bundesvorstand, Henriette-Herz-Platz 2, 10178 Berlin.