Beratungsforum

Werkstudent + Minijob?

Hallo zusammen,

ich bin 29 Jährchen Jung und habe mich nun dazu entschieden zur Verbesserung der Arbeitschancen und beruflichen Perspektiven noch mal zu studieren.

Hierbei ergeben sich für mich, wenn man schon mal gut Geld verdient hat einige Probleme die ich nun gerne hinterfragt hätte.

Laut Krankenkasse kann ich mich dort für 77 Euro im Monat versichern, kein Thema.

Einen Werkstudentenjob könnte ich dann auch annehmen und verdiene hier bei überwiegender Nacht und Wochenendarbeit ca. 1000-1200 Euro netto im Monat mit Nacht- und Feiertagszuschlägen - der Job ist jedoch nicht in dem Bereich in welchem ich studiere.

Ich würde dies aber nun gerne reduzieren auf weniger Stunden und stattdessen lieber auf 400 Euro Basis bei einem anderen Betrieb arbeiten der eben etwas mit meinem Studium zu tun hat. Auf eine kurze Nachfrage bei der Krankenkasse meinten Sie Werkstudent + Minijob geht nicht, aber 100% sicher war Sie sich da auch nicht.

Worauf muss ich denn hier achten. Es ist auch so, dass ich mit allen Semesterbeiträten, Versicherungen Auto etc (was man sich eben alles schon angeschafft hat) schon 800 - 1000 Euro im Monat brauche.

Für Antworten und Rückmeldungen mit Verweisen zu Gesetzen/Entscheidungen wäre ich dankbar.


Re: Werkstudent + Minijob?

Lieber Sebatian,

beim studieren und arbeiten geht immer ziemlich viel, die Frage ist eher, was sich verändert.
Es gibt zum einen die Kombination 'Studentische Krankenversicherung' und 'Arbeiten', die ist an die Bedingung geknüpft, dass du nicht mehr, als 20h/Woche arbeitest, dass nennt sich dann 'Werkstudentenprivileg'. Das hat nichts damit zu tun, als ein Werkstudent angestellt zu sein, dass ist keine Jobart, sondern nur eine Statusbeschreibung in der Sozialversicherung.
Einen Midijob (400,01-800€ Verdienst) kannst du durchaus mit einem Minijob (nur bis 400€) kombinieren. Wenn du dabei die 20h überschreitest, rutscht du in eine andere Kategorie der Sozialversicherung, die du ja vermutlich aus deinem Arbeitsleben schon kennst. Dann zahlst du, wie alle anderen Arbeitnehmer_innen auch, in alle vier Zweige der SV und rutscht aus dem 77€ Beitrag der Krankenkasse raus.
Das hat sogar den Vorteil, dass du Anspruch auf ALG1 erwirbst, weil du da eben dann auch einzahlst.
Wenn du 30 wirst, rutscht du aus dem Studentenbeitrag der Krankenkasse eh raus und dann kann es für dich finaziell in der zweiten Variante auch günstiger sein.
Du kannst demnach beides machen, es hat nur verschiedene Konsequenzen für dich. An deinem Status innerhalb der Uni ändert das nichts.

Ich hoffe, ich konnte dir weiter helfen. Für ausführlichere Informationen guck auch nochmal auf unsere Homepage
- Sozialversicherung allgemein: http://www.dgb-jugend.de/studium/jobben/sozialversicherung
- Werkstudenten: http://www.dgb-jugend.de/studium/jobben/jobarten/werkstudenten

Einen lieben Gruß
Nelo Locke
students at work

Re: Werkstudent + Minijob?

Und für weitere Fragen kannst du auch die Beratung in Anspruch nehmen:
http://www.dgb-jugend.de/studium/beratung_vor_ort#wiesbaden

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