Praktikabewertung

Jokon - Johann & Konen GmbH & Co KG

Firma Jokon - Johann & Konen GmbH & Co KG
Ort Bonn
Bundesland Nordrhein-Westfalen
Branche Automobil-/Fahrzeugbau/ Zulieferer
Hattest du bereits vor Praktikumsbeginn einen Hochschulabschluss? Nein
Handelte es sich um ein Pflichtpraktikum nach Studienordnung? Ja
Bist du zufrieden mit dem, was du gelernt hast? Nein
Hast du einen Praktikumsvertrag bekommen? Ja
Hast du ein Praktikumszeugnis bekommen? Ja
Hattest du einen Ansprechpartner oder Betreuer? Ja
Dauerte dein Praktikum höchstens drei Monate? Ja
Wie hoch war deine monatliche Praktikumsvergütung?
Fandest du das Gehalt deiner Tätigkeit entsprechend angemessen? Nein
Hast du deinen gesetzlich vorgeschriebenen Urlaub (2 Tage im Monat) frei nehmen dürfen? Nein
Hast du keine bzw. nur selten Überstunden gemacht? Nein
Gab es mehr Festangestellte als Praktikanten?
Warst du wirklich Praktikant? Nein
Bewertung
( nicht empfehlenswert )
Bemerkung
Positiv: - Vergütung "400?" - relativ guter Betreuer, allerdings aus Zeitmangel wenig wirkliche Betreuung - flexible Arbeitszeiten, Anfang zwischen 6.30 Uhr bis 8 Uhr - Einblick in die Konstruktionsabteilung - Möglichkeit die 13 Wochen aufzuteilen Negativ: - Vergütung, da es tatsächlich keine 400? waren, sondern nur 380? im Monat - Zeiterfassungssystem: kam man aus welchen Gründen auch immer, selbst Unfall oder dergleichen, 1 Minute zu spät, also statt 6.30 Uhr um 6.31 Uhr, dann wurde erst ab 6.45 Uhr gerechnet. Ging man statt 16 Uhr, schon um 15.59 Uhr, dann wurde 15.45 Uhr berechnet, also durch diese Regelung habe ich einige Stunden mehr arbeiten müssen!! Es wird penibel genau geguckt, dass man nicht zu wenig arbeitet, auch wenn nichts zu tun ist muss man da sein. - Karneval - Rosenmontag: Praktikanten müssen arbeiten, können sich aber frei nehmen was jedoch als Minus gerechnet wird. Angestellte haben frei. - Ist NICHTS zu tun, muss trotzdem "gearbeitet" bzw. die Zeit abgesessen werden. - Freundlichkeit ist in dem Betrieb selten, man wird kaum beachtet, selbst wenn man versucht ein Gespräch aufzubauen. Man bekommt eine Arbeitsanweisung, kurze Erklärung und mehr nicht in den meisten Fällen. Als Praktikant ist man ein Nichts, zumindest wird das Gefühl vermittelt. - Für Nichtraucher unerträglich! es wird fast überall ohne Pause geraucht, ausgenommen ist ausschließlich der Verwaltungsbereich - Es gibt keine Möglichkeit an Essen in der Pause zu kommen. - Tätigkeitsbereich: 1. bis 5. Woche (täglich 8h), monotone Prüfung von Leuchten auf Funktion, weil kein Personal da ist. Diese Tätigkeit wird normalerweise von Aushilfen verrichtet mit einem Std.Lohn von 9?, Std.Lohn Praktikant: 2,50? Insgesamt musste ich ca. 30.000 Leuchten prüfen. 6. und 7. Woche, Glühlampen für KFZ prüfen auf Funktion ( Licht an, Licht aus).. insgesamt ca. 40-50.000 Stück.. eine sehr abwechslungsreiche Aufgabe und besonders geeignet für angehende Ingenieure.. zwischendurch, allerdings erst nach einer Beschwerde über die Arbeit, durfte ich Stromlaufpläe von LED-Leuchten zeichnen. Dies war für den Anfang eine gute Übung, weiter ging es leider aber nicht. 8. Woche: Konstruktionsabteilung, in der CAD-Übungen gemacht wurden. Für 3 Tage sinnvolle Beschäftigung bis die Übungen ausgingen, danach rumsitzen und warten. Keinerlei Betreuung oder Kommunikation. 9. bis 13. Woche: (2. Semesterferien) Konstruktionsabteilung mit den gleichen Übungen aus Woche 8, welche diesmal nach 2 Tagen durch waren, danach warten und nichts tun 8h lang. Zwischendurch kleinere Arbeiten, wie Abkleben von Plastikteilen zum Lackieren oder Kisten schleppen. Fazit: Die Firma Jokon versprach beim Bewerbungsgespräch, die von der FH geforderten Bereiche zu erfüllen, welches auch vertraglich festgehalten wurde. Es schien alles kein Problem zu sein, jedoch stellte sich schnell heraus, dass im Bereich Elektrotechnik kaum Aufgaben zu finden sind, dies jedoch verschwiegen wurde. Grund für die Bewerbung war die Herstellung von LED-Leuchten und die Entwicklung von der Idee zur Leuchte. Dies sollte alles möglich sein, jedoch stellte sich später dann heraus, dass die LED-Leuchten in China hergestellt werden und Jokon diese nur vertreibt und prüft. Also eine klare Falschaussage an Möglichkeiten! Von den geforderten Bereichen wurde nur eine konkret behandelt, die Qualitätskontrolle, welche allerdings nur wenig mit Elektrotechnik zu tun hatte. Statt dessen bestand ca. 95 % der Aufgaben aus Aushilfstätigkeiten bzw. Angestelltentätigkeiten, 4 % aus Warten und nichts tun und magere 1% aus sinnvollen Aufgaben. Letztendlich habe ich nichts fürs Studium gelernt, sondern musste aus Zeitmangel 3 Semester länger studieren!!! Von den Kosten mal abgesehn..